Erste Demonstrationsanlage in Bayern

Die erste Pilotanlage eines flexiblen FishProtectors konnte an der Wasserkraftanlage Leinau an der Wertach in Kaufbeuren (Bayern) realisiert werden. Der FishProtector dient dort als Fischschutz- und Fischleiteinrichtung bei dem neu errichteten Dotationskraftwerk.

 

 

Das Dotationskraftwerk befindet sich am Beginn des bestehenden Triebwasserkanals der WKA Leinau und nutzt die erforderliche Restwasserabgabe mit einer Wasserkraftschnecke, welche auch dem Fischabstieg dient. Damit Fische diese Abstiegsmöglichkeit finden und nicht in den Triebwasserkanal einschwimmen, überspannt der FishProtector den Triebwasserkanal auf einer Länge von etwa 20 m und leitet so Fische direkt zur Wasserkraftschnecke. Die verwendeten 8 mm starken Stahlseile sind dabei mit einem lichten Abstand von 60 mm angeordnet. Die 40 Seile bilden eine ca. 2,5 m hohe mechanische Barriere, die Fische sicher zum seitlich gelegenen Abstieg führt. Am rechten Ufer befindet sich in der Böschung das Festlager, während am linken Ufer die Seile im Betriebsgebäude des FishProtectors zuerst durch eine Böschungsplatte geführt, dann umgelenkt und nach oben geführt werden, wo sie an Hydraulikzylindern beweglich gelagert sind. Jeweils zwei Seile sind an einem Zylinder befestigt. Der max. Zylinderhub von 0,80 m erlaubt wegen der Einscherung der Seile eine maximale Ablegelänge pro Seil von 1,60 m. Aufgrund der flachen Ausführung der Uferböschungen können die abgelegten Seile trotz der kurzen Ablegelänge den Fließquerschnitt komplett freigeben.